Schrei nach Freiheit

Was in Syrien passiert, ist kein allmählich vor sich hinschwelender Konflikt, sondern längst eine Revolution, die nach und nach auf das gesamte Land übergreifen wird.

Da Revolutionen mittlerweile zumindest auch im Internet entschieden werden, tragen die Syrer bei ihren Protestkundgebungen neben arabischen Schilder inzwischen auch Schilder in englischer Sprache  – um die Aufmerksamkeit der westlichen Medien auf ihre Sache zu lenken.

Es ist ein Appell, ein Aufruf: Nehmt uns wahr! Wie die Prager Demonstranten im Jahre 1968 per Radio, richten heute die Syrer ihr Wort an die internationale Gemeinschaft – natürlich über das Internet.

Mit dem heutigen Tag erreicht uns als Deutsche ein persönlicher Appel. Dich, mich, jeden von uns. Es sind Bilder aus Sarakeb, der Heimatstadt meines syrischen Freundes Faris*. Auf Ihnen steht geschrieben, was sich die Syrer so sehnlich wünschen: Freiheit.

Mit diesem Beitrag will ich meinen Teil dafür tun, dass der Appell meines syrischen Freundes, der Ruf nach Freiheit des syrischen Volkes nicht untergeht in der Informationsflut des Internets. Die Bilder sind von Faris und seinen Freunden an jeden von uns persönlich gerichtet – sie kämpfen jeden Tag dafür, in Freiheit zu leben. Was wir beitragen können, sind ein paar Klicks.

Nur ein paar Klicks, könnte man sagen. Aber Tunesien und Ägypten haben gezeigt, dass das heute gar nicht mehr so wenig ist.

*Name vorsorglich geändert