Der Souverän erregt Aufsehen?

Musikalisch beeindruckend stellt Dan Le Sac fest: Der Souverän ist das Volk, the government is accountable to the people. Worte, die selbstverständlich sind und doch bisweilen für Gänsehaut sorgen.

Wie kann ein solcher Grundsatz, der verfassungsrechtlich in jedem „westlichen“ Staat verankert ist, den Zuhörer aufmerken lassen? Vermutlich liegt das daran, dass der Grundsatz der Volkssouveränität im täglichen Politikbetrieb selten offenbar wird.

Mögen die „Oberen“ auch demokratisch legitimiert sein, oftmals scheint es doch so als würde das Volk von einer herrschenden Klasse dominiert, die wichtigen Entscheidungen werden ohne Mitsprache der Bürger getroffen. 750 Mrd. € – Schirm? Afghanistan-Krieg? Steuersenkungen?

Wie viel ist angesichts dieser Praktiken übrig geblieben vom demokratischen Ideal?

Sicherlich, die deutsche Demokratie ist eine indirekte. Es soll hier auch keine Debatte über die Vor- und Nachteile direkter und indirekter Demokratie geführt werden. Einzig und allein bleibt festzuhalten: der Grundsatz der Volkssouveränität, geschickt musikalisch vertont, ist ein geeignetes Mittel, um Aufsehen zu erregen.

Weshalb das so ist? Das möge man sich einmal selbst fragen. Antworten erwünscht!